Mit BlueStorm an die Côtes d’Azur – unter den Schönen und Reichen

Warum also nicht einmal die Côte d’Azur? Sonne und Wind garantiert, herrliche Buchten soweit man schaut und mondäne Ankerplätze zwischen Superyachten. Hier ein kurzer Bericht eines Kunden, der mit Familie über mehrere Tage von Italien nach Monaco segelte:

Geschafft – das Nadelöhr auf den Weg nach Süden, den Gotthard-Tunnel, haben wir mit unserem Trailergespann ohne Stau durchfahren. Spät abends noch die vier Stunden zu fahren, um von Rastatt den Alpenkamm zu durchqueren, hat sich während der Ferienzeit bewährt. Nur noch bis Bellizona-Süd und dann hinten in die BlueStorm kriechen, um am nächsten Morgen unser Ziel Finale Ligure, ungefähr 50 km westlich von Genua, an der italienischen Riviera zu erreichen.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die Marina, zahlen unseren Obulus, um die Sliprampe nutzen zu dürfen und verbringen die erste Nacht auf dem Wasser.

Es geht nach Westen, an die Côte d’Azur, one-way. Auto und Trailer lassen wir in Finale Ligure, Plan ist bis Toulon zu segeln und dann mit dem Zug zurück, um das Gespann zu holen.

Pier, im Hafen von Mona

Über Allasio und San Remo segeln wir die nächsten Tage nach Monaco. Wir lassen es uns nicht nehmen, mit unserem 23 Fuß Trailer-Sailer in den Port de Monaco einzulaufen. Neben einigen 50 m Yachten bekommen wir einen Liegeplatz zugewiesen, dessen Landanschlusskabel den Durchmesser unseres Mast hat und wo ein Schild „Private Yacht“ auf der Pier steht.

Durch die Häuserschluchten dröhnt immer wieder mal ein Lamborghino oder Ferrari, mit denen die Besitzer Gassi fahren. In den Straßencafés sitzen die Schönen und die Reichen und die ganz schön Reichen, und wir mitten drin mit unserer „Yacht“ im Hafen.

Den Stadtrundgang machen wir auf den Spuren der Formel 1 Strecke, huldigen der Schwimmbad-Schikane, der Rascasse-Kurve, der Casino-Kurve, der Loews-Kurve, dem Tunnel. Und überall original Gummiabrieb auf dem Asphalt. Alles ganz nett, muss man auch mal gesehen haben, aber am nächsten Morgen ist es wieder schön, die Segel zu setzten und die Showelt hinter sich zu lassen.

Das bekannte Meeresmuseum von Monaco

Es geht zur Île St-Honorat, eine Klosterinsel vor Cannes, so ziemlich das Gegenteil von Monaco. Der Wind weht günstig, Spinnaker hoch und das Potenzial der BlueStorm ausloten. Bei guten vier Windstärken von achtern laufen wir neun Knoten, teilweise 10, wir fliegen an 40 Fuß Yachten vorbei, als würden diese ankern. Einfach super!

Kleiner Hafen Île St.-Honorat

Schnell sind wir am Tagesziel angekommen, werfen Anker, schwimmen, schnorcheln und lassen es uns gut gehen. Am nächsten Morgen laufen wir in den kleinen Hafen (nur für Boote < 8 m) der Klosterinsel ein und lassen die Ruhe des Klosterlebens auf uns wirken.

Im Kloster kaufen wir eine exklusive Flasche Rotwein, deren Trauben von den paar Reben stammen, die das Kloster auf der Insel pflegt. Weiter geht es, mit einem Zwischenstopp in St. Raphael, zu einem meiner Lieblingsplätze an der Côte d’Azur, zur Île de Port-Cros.

Mediterranes Flair in Port Cros

In der Bucht Port-Cros legen wir uns an den Holzsteg. Die Insel gehört zum Nationalparkgebiet und lädt zum Wandern ein. Es gibt gut ausgebaute Pfade, um das Innere der Insel zu erkunden. Wir bleiben daher einen weiteren Tag und machen uns dann auf zur Île de Poquerolles, mit einem Abstecher nach Bormes-les Mimosas auf dem Festland.

Porquerolles

Auch hier stimmt, wie in allen französischen Yachthäfen, das Preis-Leistungs-verhältnis. Mit 12 bis 15 € für die BlueStorm plus 2 € für die Duschen bekommt man moderne und saubere Einrichtungen. Auf Porquerolles hält uns Starkwind aus westlicher Richtung davon ab nach Toulon zu kommen. Aber es gibt wüstere Orte, um im Hafen bleiben zu müssen.

Buchten von Porquerolles

Kurzerhand mieten wir uns ein Tandem und erkunden die Insel. Nach zwei Tagen lässt der Wind nach, wir entscheiden uns nach Hyères-Plage statt nach Toulon zu laufen. Von dort komme ich auch gut zum Bahnhof in Toulon. Nur die Zugfahrt dauert deutlich länger als geplant. Erst Verzögerungen bei der französischen Bahn, damit den Anschlusszug in Italien verpasst und der Folgezug fuhr nur eine Station, brach dann zusammen und ich musste auf den Ersatzzug warten. Mit einiger Verspätung erreiche ich dann Finale Ligure. Auto und Trailer finde ich wohlbehalten vor, Fahrt zurück war dann nur eine Frage der Zeit.

Unser Törn ist nun leider vorbei. Über die Sliprampe in Hyères-Plage holen wie die BlueStorm aus dem Wasser. Zwischen jeder Menge kleiner Motorboote, die für das Wochenende regelrecht ins Wasser geschmissen werden, kommt eine gewisse Hektik auf. Aber um die Mittagszeit ist alles verzurrt und es geht zurück nach Hause. Auf französischen Autobahnen kann man auch das Trailergespann ordentlich laufen lassen, so dass auch die gut 1000 km an einem Tag zu schaffen sind. Für irgendwas müssen ja die hohen Autobahngebühren gut sein.